Die Wärmeentwesung

Bei ihrer Arbeit müssen Schädlingsbekämpfer immer darauf achten, Mensch und Tier zu schützen und die die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Die Wärmeentwesung ist bei dieser Aufgabe sehr hilfreich. Unter der Wärmeentwesung ist eine chemiefreie Methode der Insektenbekämpfung zu verstehen. Sie kann bei einer Vielzahl an Insekten verwendet werden, da eine Eiweißgerinnung stattfindet. Auf die Verwendung von Insektiziden kann in diesem Fall verzichtet werden.

Die Wärmeentwesung basiert auf der Annahme, dass Milben, Käfer und Motten sowie auch deren Larven bei einer Temperatur von mehr als 42 Grad durch Eiweißgerinnung abgetötete werden. Gerade in Getreidemühlen und Lagerhäusern ist diese Methode der Schädlingsbekämpfung ein großer Vorteil, da keine chemischen Stoffe verwendet werden müssen.

Es gibt zwei Varianten bei der Wärmeentwesung. Bei beiden wird Luft in Spezialöfen erwärmt. Bei der ersten Variante wird nur kalte Außenluft erwärmt und durch das Gebäude gedrückt. In der zweiten Variante dagegen wird die Raumluft im Umluftverfahren erwärmt. Wie viele Öfen zur Wärmeentwesung benötigt werden, hängt von der Konstruktion des Gebäudes, dem Raumvolumen sowie den Anlagen und Einrichtungen im Raum ab. Die Luft wird langsam erwärmt. Thermostate stellen dabei sicher, dass die Raumtemperatur zum Abtöten der Tiere konstant bei 50 bis 60 Grad liegt. Die erwünschte Wirkung ist damit effektiv und Schäden an den Maschinen oder am Gebäudekönnen ausgeschlossen werden.

Die Dauer der Behandlung hängt vom Volumen des Raums ab. Die gewünschte Temperatur sollte mindestens zwölf bis 40 Stunden gehalten werden. Damit wird auch für Maschinen eine ideale Einwirkzeit erreicht. Ein weiterer Vorteil ist es, dass für die Wärmeentwesung kaum Vorbereitungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Meist reicht es völlig aus, Fenster, Türen und andere Öffnungen zu schließen. Maschinen müssen lediglich vorab leer gefahren werden.